





Installation · 2026
Holzlatten, verkohlt
Foto 1: Ramòn Graefenstein
Fotos 2–4: Marie Stadelmann
Auf einem freien Feld zwischen der Baustelle der Rheinwassertransportleitung und dem noch jungen Peringssee steigt eine schwarze Gerüststruktur auf. Sie wirkt aus der Ferne wie ein funktionaler Bau: eine nicht mehr oder noch nicht vorhandene Aussichtsplattform, ein überdimensionierter Hochsitz oder der Beginn eines Freileitungsmasts für Hochspannungsleitungen, die elektrische Energie über weite Strecken transportieren. Die Arbeit greift Formen der benachbarten Infrastruktur auf, scheint dabei jedoch unfertig und isoliert, zwischen Auf- und Abbruch. Bei näherer Betrachtung wirkt das Material porös, fast verletzlich. Das Holz wurde durch die japanischen Technik „Yakisugi“ veredelt, bei der die obersten Schichten verkohlt werden, um das Holz widerstandsfähiger gegen Witterung, Insekten- und Pilzbefall zu machen. Mit der Karbonisierung des Holzes wird die raumgreifende Installation zu einer Kohlezeichnung in der Landschaft, die die feinen Spuren thermischer Energie sichtbar macht.
Ramòn Graefenstein untersucht in seiner künstlerischen Arbeit die Wechselwirkung von Mensch und Landschaft. Oftmals entsteht seine künstlerische Arbeit aus einem Gebiet oder einer Landschaft heraus und kehrt anschließend in sie zurück. Als Teil dieser Umgebung greift er in bestehende biologische und materielle Abläufe ein und gräbt nach gestalterischen Fragen, an denen sich menschliche und nicht-menschliche Akteure beteiligen. Ramòn Graefenstein lebt in Köln.
Koordinaten: 50.98373767956577, 6.596363660063043





Installation · 2026
Holzlatten, verkohlt
Foto 1: Ramòn Graefenstein
Fotos 2–4: Marie Stadelmann
Auf einem freien Feld zwischen der Baustelle der Rheinwassertransportleitung und dem noch jungen Peringssee steigt eine schwarze Gerüststruktur auf. Sie wirkt aus der Ferne wie ein funktionaler Bau: eine nicht mehr oder noch nicht vorhandene Aussichtsplattform, ein überdimensionierter Hochsitz oder der Beginn eines Freileitungsmasts für Hochspannungsleitungen, die elektrische Energie über weite Strecken transportieren. Die Arbeit greift Formen der benachbarten Infrastruktur auf, scheint dabei jedoch unfertig und isoliert, zwischen Auf- und Abbruch. Bei näherer Betrachtung wirkt das Material porös, fast verletzlich. Das Holz wurde durch die japanischen Technik „Yakisugi“ veredelt, bei der die obersten Schichten verkohlt werden, um das Holz widerstandsfähiger gegen Witterung, Insekten- und Pilzbefall zu machen. Mit der Karbonisierung des Holzes wird die raumgreifende Installation zu einer Kohlezeichnung in der Landschaft, die die feinen Spuren thermischer Energie sichtbar macht.
Ramòn Graefenstein untersucht in seiner künstlerischen Arbeit die Wechselwirkung von Mensch und Landschaft. Oftmals entsteht seine künstlerische Arbeit aus einem Gebiet oder einer Landschaft heraus und kehrt anschließend in sie zurück. Als Teil dieser Umgebung greift er in bestehende biologische und materielle Abläufe ein und gräbt nach gestalterischen Fragen, an denen sich menschliche und nicht-menschliche Akteure beteiligen. Ramòn Graefenstein lebt in Köln.
Koordinaten: 50.98373767956577, 6.596363660063043
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